Goldener Herbst

So, nun ist es also wahr. Der Sommer ist vorbei und der Herbst hat schon leise an unsere Tür geklopft. Das habe ich vor allem daran gemerkt, dass mir heute Morgen, trotz leichter Jacke und Schal, zu kalt war. Es wird nun wirklich an der Zeit sich um eine etwas wärmere Übergangsjacke zu kümmern.

Was haltet ihr eigentlich vom Herbst? Ich für meinen Teil bin ganz verliebt in diese schöne bunte Jahreszeit. Der Herbst hat so viele schöne Seiten. Ich liebe es, wenn die Blätter beginnen sich zu verfärben und die Bäume in allen möglichen Farben leuchten. Von einem satten Rot geht es über in ein leuchtendes Orange mit ein wenig Braun und Gelb vermischt, das im richtigen Licht beinahe Gold schimmert, und hin und wieder blitzt dann doch noch etwas Grünes hindurch. Meiner Meinung nach eines der schönsten Farbenspiele der Natur – nach dem Regenbogen und den Polarlichtern, die übertreffen halt nichts und niemanden.

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Wenn es zu „herbsteln“ beginnt, bin ich gerne zu Fuß dort unterwegs, wo viele Bäume stehen und welcher Schauplatz wäre da nicht besser, als der Schlosspark in Halbturn. Der Schlosspark ist ein vor rund 100 Jahren angelegter Landschaftsgarten und die einzige Parkanlage im nördlichen Burgenland. Der Park wurde unter Kaiser Karl VI im Jahr 1737 angelegt und bis ins 19. Jahrhundert nicht wesentlich verändert. Erst Erzherzog Albrecht zeigt in den Jahren von 1817-1895 auch Interesse an der wirtschaftlichen Nutzung der Parkanlage. Alten Fotos zu Folge waren neben dem Schloss auch ein Glashaus und Weingärten. So wie sich der Schlosspark uns heute zeigt, ist er auch seit 1900. Erzherzog Friedrich hatte gemeinsam mit dem damaligen Gartendirektor Anton vom Schloss Schönbrunn den Schlosspark nach englischem Vorbild gestaltet.

Wenn sich der Park in seiner vollen herbstlichen Pracht zeigt, besuche ich diesen Ort gerne gemeinsam mit unserem Hund. Hund und Frauchen genießen die ausgiebigen Spaziergänge unter der Baumallee oder auch quer durch den Wald. Hund vor allem, weil er unendlich weit laufen kann und viel zum Schnuppern hat. Ich liebe es einfach unter den farbenfrohen Bäumen zu spazieren und das Knistern der Blätter zu hören. Spielt dann das Wetter auch noch mit und die Sonne scheint durch die Bäume hindurch, ist es, als würde die Zeit stillstehen. Ja, und wer genau hingesehen hat: Auch reiten ist im Schlosspark gestattet!

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Ein seewinkler Klassiker für sich

Die einen lieben es, die anderen hassen es. Strudl & Puidl, ein alt traditionelles Gericht, das früher aus ganz anderen Gründen gekocht wurde als heute. Meine Schwester hat es von unserer Mama gelernt, meine Mama von unserer Oma und die wiederum von ihrer Mutter. Und so ging das immer weiter, denn dieses Gericht stammt aus einer Zeit, in der die Menschen nicht viel hatten. Mehl und Wasser waren alltägliche Zutaten, die immer vorhanden waren. Topfen, Gries und Bohnen konnte man sich leicht besorgen. In einer Zeit, in der man wenig hatte, aber trotzdem hungrige Mäuler gefüttert werden mussten, waren die Menschen erfinderisch. Und so entstand das seewinkler Gericht „Strudl & Puidl. Für alle, die es nicht wissen, aber vielleicht schon ahnen, Puidl ist das burgenländische Wort für Bohnen. Leider gibt es kein genaues Rezept für die Strudln, denn wie meine Mama immer sagt: „I woas nid wia vü do eini gheat, deis muist nau Gfüh mocha.“ Aber nichtsdestotrotz werde ich euch trotzdem sagen, was in diesem leckeren Rezept alles drinnen ist und wie es in etwa zubereitet wird.

Zuerst wird der Strudelteig mit Wasser, Mehl, Öl und Salz angerührt, damit er danach etwas rasten kann. Dann geht es gleich weiter mit der Topfen-Grieß-Füllung, welche meiner Meinung nach, das Beste an der ganzen Sache ist. Der Grieß wird angeröstet und mit Wasser aufgegossen. Anschließend wird das Ganze mit einem ½ kg Bröseltopfen vermengt und mit einem Ei, Salz und Pfeffer verfeinert. Nun kommt der schwierige Teil, denn da es sich hier um einen gezogenen Strudelteig handelt, muss man diesen nun ausziehen. Idealerweise ohne die Löcher, nicht wie in unserem missglückten Fall mit vielen großen Löchern.


Teig ziehen

Danach wird die Topfen-Grieß-Füllung auf der kurzen Seite auf dem ausgezogenen Teig verteilt und eingerollt. Dazu ist nun das Strudeltuch ganz hilfreich, das ihr auf dem Foto seht. Zum Schluss muss die lange Wurst noch in Stücke geteilt werden und damit die Fülle nicht wieder aus der Strudel raus kann, funktioniert das am besten mit einem Kochlöffel und danach mit dem Messer durchschneiden. Die Strudeln nun im Salzwasser kochen.

Strudl&Puidl zwicken

Zum Schluss muss nur noch nach Belieben entweder Bohnensoße oder Tomatensoße oder beides gekocht werden. Tomatensoße, denke ich, erklärt sich von selbst. Die macht einfach jeder so, wie man sie am liebsten hat. Für die Bohnensoße: Die Bohnen mit Karotten kochen, einen Suppenwürfel und etwas Salz und Pfeffer hinzugeben und das Ganze dann eindicken.

Jeder, der sich jetzt denkt: Viel zu schwer mach ich sicher nicht! Die gute Nachricht ist, dass es in Illmitz ein Restaurant gibt, in dem man Strudl & Puidl einfach und ohne viel Aufwand bestellen kann. Also für alle denen ich nun einen Gusta auf die seewinkler Strudl & Puidl gemacht habe: Nichts wie hin zum „Illmitzer“!

Der Oktober wird Pink

Der Oktober 2015 wurde zum internationalen Brustkrebsmonat ernannt. Auch heuer findet die Pink Ribbon Tour wieder statt, um Frauen in ganz Österreich an die Wichtigkeit der Brustkrebsvorsorge zu erinnern. Dieses Jahr ist es bereits das 9. Jahr, in dem der schwarzpinke Bus wieder in ganz Österreich unterwegs ist. Hier findet ihr die aktuellen Termine für die Tour.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken in Österreich 5000 Frauen an Brustkrebs, das ist in etwa jede achte bis neunte Österreicherin. Davon verlieren etwa 27 % der Frauen den Kampf gegen die Krankheit. Eine erschreckende Zahl, der wir jedoch entgegen wirken können.

Seit 2014 gibt es auch in Österreich das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm. Sozialversicherte Frauen im Alter von 45 bis 69 Jahren nehmen automatisch an diesem Programm teil. Sie erhalten eine Einladung zur Früherkennung anhand einer Mammografie, wie auch eine Auflistung von radiologischen Stellen, die an dem Programm teilnehmen. Hat man einmal eine Einladung bekommen, erhält man automatisch alle 24 Monate eine neue Einladung. Frauen, die jünger als 40 Jahre oder älter als 69 Jahre sind, können sich kostenlos für das Früherkennungsprogramm anmelden. Die Teilnahme am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist für alle sozialversicherten Frauen ab dem 40. Lebensjahr kostenfrei. Nähere Informationen gibt es dazu unter www.frueh-erkennen.at.

Jedoch muss man nicht auf die Einladung warten, um zur Früherkennung zu gehen. Je früher Brustkrebs diagnostiziert wird, desto größer sind die Heilungschancen.

Die österreichische Krebshilfe gibt es nun schon seit dem Jahr 1910 und seit mittlerweile 13 Jahren werden von der Organisation mit ihren Projekten und Veranstaltungen Spendengelder gesammelt um Brustkrebspatientinnen zu unterstützen und ihnen zu helfen. Das Zeichen des Brustkrebs, der „Pink Ribbon“, steht für die Solidarität mit Brustkrebspatientinnen.